Sanfte Begleitung von Anfang an
Die ersten Lebensmonate sind eine Phase intensiver Entwicklung. Bewegung, Wahrnehmung und Haltung formen sich in kurzer Zeit – oft unauffällig, manchmal mit kleinen oder größeren Herausforderungen. Physiotherapie bei Säuglingen und Kindern setzt genau hier an: früh, behutsam und mit einem klaren Blick auf die individuelle Entwicklung des Kindes.
Im Zentrum steht dabei nicht das „Korrigieren“, sondern das Unterstützen. Kinder bringen alles mit, was sie für eine gesunde Entwicklung brauchen. Manchmal benötigen sie jedoch gezielte Impulse, um ihr Bewegungspotenzial entfalten zu können.
Inhaltsverzeichnis
Wenn der Start ins Leben Spuren hinterlässt
Geburt ist ein intensiver Prozess – für Mutter und Kind. Auch bei komplikationslosen Geburten können Spannungen entstehen, die sich in den ersten Wochen oder Monaten zeigen. Typisch sind beispielsweise schiefe Kopfhaltungen, sogenannte „Schiefhälse“, eingeschränkte Blickrichtungen oder ein ausgeprägtes Bevorzugen einer Seite. Manche Säuglinge wirken unruhig, zeigen vermehrte Spannungszustände oder entwickeln motorische Auffälligkeiten, die Eltern verunsichern.
Physiotherapie kann hier frühzeitig ansetzen. Durch sanfte manuelle Techniken und gezielte Bewegungsanreize wird dem Körper geholfen, Spannungen abzubauen und Bewegungsvielfalt zuzulassen. Ziel ist es, dem Kind Orientierung und Sicherheit in der Bewegung zu geben – ohne Druck, ohne Überforderung.
Tics, Spannung und Wahrnehmung
In manchen Fällen treten nach der Geburt Tics oder unwillkürliche Bewegungsmuster auf. Diese sind häufig Ausdruck eines noch unreifen oder überforderten Systems. Auch hier ist eine ganzheitliche Betrachtung entscheidend. Neben der reinen Bewegung spielen Wahrnehmung, Gleichgewicht und die Regulation des Nervensystems eine zentrale Rolle.
Die physiotherapeutische Arbeit orientiert sich dabei stets am Entwicklungsstand des Kindes. Kleine Veränderungen können große Wirkung haben – besonders, wenn sie früh erkannt und begleitet werden.
Fußfehlstellungen und Gangentwicklung
Ein weiteres häufiges Thema in der Kinderphysiotherapie sind Fußprobleme. Dazu zählen unter anderem Fehlstellungen, Asymmetrien oder auch Klumpfüße. Physiotherapie verfolgt hier das Ziel, Beweglichkeit zu fördern, muskuläre Balance aufzubauen und das Zusammenspiel von Fuß, Bein und Rumpf zu verbessern.
Gerade im Wachstum ist es wichtig, den Körper nicht isoliert zu betrachten. Fußfehlstellungen beeinflussen das gesamte Haltungssystem. Eine frühzeitige physiotherapeutische Begleitung kann helfen, spätere Belastungen zu vermeiden und eine gesunde Gangentwicklung zu unterstützen.
Spezialisierte Begleitung mit Erfahrung
Mit Alexandra Stössel verfügt unser Team über eine spezialisierte Therapeutin im Bereich Kinder- und Säuglingsphysiotherapie. Ihre Arbeit ist geprägt von Fachwissen, Erfahrung und einem feinen Gespür für die Bedürfnisse der Kleinsten. Die Behandlung erfolgt stets individuell und in enger Abstimmung mit den Eltern.
Ergänzend dazu hat Marie-Luce Knobel mit Craniosakraltherapie bei vielen Kindern sehr gute Ergebnisse erzielen können. Diese sanfte Methode kann insbesondere bei Spannungszuständen, nach Geburtstraumata oder bei Regulationsschwierigkeiten unterstützend wirken. In Kombination mit Physiotherapie entsteht so ein ganzheitlicher Ansatz, der Körper und Nervensystem gleichermaßen berücksichtigt.
Zusammenarbeit und Vertrauen
Uns ist wichtig, dass sich Eltern gut aufgehoben fühlen. Wir nehmen uns Zeit für Erklärung, Austausch und Fragen. Therapie bei Kindern bedeutet immer auch Begleitung der Familie. Kleine Anpassungen im Alltag, in der Lagerung oder im Handling können den Therapieerfolg wesentlich unterstützen.
Bei Physiotherapie Tössallmend verstehen wir Kinderphysiotherapie als frühzeitige Investition in gesunde Entwicklung. Sanft, respektvoll und individuell – vom Säuglingsalter bis ins Kindesalter.
Wenn Sie unsicher sind, ob eine physiotherapeutische Abklärung sinnvoll ist, beraten wir Sie gerne persönlich. Oft reicht ein kurzer Blick, um Klarheit zu schaffen – und den richtigen Weg einzuschlagen.
